Ernährungsberatung

Milbenallergie

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ein oft unterschätztes Problem

wer denkt schon an eine Milbenallergie bei Durchfall und Erbrechen beim Hund?

So ging es mir auch als mein eigener Hund blutigen Durchfall und Erbrechen mit Blutbeimengung hatte. Alle Untersuchungen auf die üblichen “Verdächtigen” fielen negativ aus, Röntgen und Ultraschall ohne Befund.

Ein einfacher Vortest der bei vielen Laboren angeboten wird, brachte Licht ins Dunkel. Milben: Reaktionsklasse 5, die höchst mögliche Stufe.

Bei diesem Screeningtest werden Allergen-spezifische Antikörper der Klasse IgE auf 4 Allergen-Gruppen getestet: Milben (Hausstaub- und Vorratsmilben), Pollen (Gräser-, Kräuter- und Baumpollen), Pilzsporen und Floh(speichel).


Hausstaubmilben:

  • Dermatophagoides farinae (amerikanische Milbe)
  • Dermatophagoides pteronyssinus (europäische Milbe)

Milben sind weltweit verbreitet und zählen zur Gruppe der Spinnentiere. Mit bloßem Auge sind die 0,1 bis 0,5 mm großen Tierchen nicht zu sehen. Die Tiere selbst sind harmlos, sie können weder stechen noch beißen und übertragen keine Krankheiten. Sie leben natürlicherweise im Hausstaub und ernähren sich hauptsächlich von Hautschuppen, Schimmelpilzen und Bestandteilen aus Mehlprodukten. Die Lebensspanne einer Hausstaubmilbe beträgt etwa 2-4 Monate. In dieser Zeit bildet sie ungefähr das 200-fache ihres Gewichtes an Exkrementen. Milben gibt es generell in jedem Haushalt, sie sind kein Anzeichen für mangelnde Hygiene.

Maßnahmen zur Bekämpfung: Hundebetten sehr oft waschen, Fußböden und Umgebung saugen und mit dem Dampfreiniger bearbeiten. Zu empfehlen ist das Anibio Umgebungsspray und zur Anwendung auf dem Hund gibt es das Anibio Haut + Fell Spray.

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Tränende entzündete Augen, Nasenausfluss und allergisches Asthma können auch Anzeichen einer Hausstaubmilbenallergie sein. Eine Hausstaubmilbenallergie wird nicht durch die Milben selbst, sondern durch das Einatmen ihres (im Hausstaub mit enthaltenen) Kotes ausgelöst. Man spricht auch von einer inhalativen Allergie. Die auslösenden Allergene befinden sich zwar auch (in geringerer Menge) im Inneren der Milbenkörper, hauptsächlich aber im Milbenkot.


Vorratsmilben:

  • Acarus siro (Mehlmilbe)
  • Tyrophagus putrescentiae (Modermilbe)

Vorratsmilben sind weltweit in Haushalten verbreitet und leben auf Lebensmittelvorräten, u.a. Das Vorkommen ist saisonal, nur bei optimalen Bedingungen ganzjährig; maximale Milbenkonzentrationen im Sommer. Die optimale Temperatur für Vermehrung und Wachstum beträgt 32°C, die optimale Luftfeuchtigkeit 90%. Diese Milbe ernährt sich von organischem Material, insbesondere fetthaltigen Lebensmitteln und Schimmelpilzen ( Vorsicht wenn bei Ihrem Hund noch eine Schimmelpilzallergie festgestellt wurde).

Maßnahmen: bei positivem Befund sollte Ihr Hund keinerlei Trockenfutter, Trockengemüse und auch keine Hundekekse mehr erhalten sowie kein Fertigfutter (auch Dosen) mit Getreidprodukten z.B. Nudeln. Leider kann auch verarbeitetes Gemüse in den Dosen vor der Verarbeitung von Milben befallen gewesen sein. Viele Hundebesitzer meinen, daß die Fleischsorte nicht vertragen wird, in Wirklichkeit sind es Milben die auf dem Gemüse waren vor Verarbeitung. Das gilt auch für selbst zubereitete Nahrung. Sie wissen nie, bzw. können nicht erkennen, ob bei der Lagerung ein Milbenbefall vorlag. Auch bei Trockenobst ist es möglich das dieses mit Milben befallen ist. Es ist sehr schwierig bzw. unmöglich das passende Futter zu finden.


Leider hilft es nicht die Nahrungsmittel einzufrieren. Sie töten damit zwar die Milben aber nicht deren Ausscheidungsprodukte!


Vorratsmilben können auch als Nahrungsmittelallergene anaphylaktische Reaktionen auslösen, vorzugsweise Acarus siro und Lepidoglyphus destructor (Pflaumenmilbe) finden sich in großen Mengen in Getreide- und Ölsamenspeichern. Milbenallergen gelangt bei der Verarbeitung des Mahlgutes z.B. in Mehle, wird bei der Speisezubereitung nicht denaturiert, wird über die Darmschleimhaut resorbiert und löst auf enteralem Wege u.a. Urtikaria, gastroenteritische Symptome und Anaphylaxien aus. 

Wenn ihr Hund extreme Verdauungsprobleme aufgrund einer Milbenallergie hat gibt es meiner Meinung nach nur eine Lösung, nämlich alle Nahrungsmittel per Bioressonanz direkt zu testen. Das habe ich bei meinem Hund so gemacht. Bioressonanz Testungen machen entsprechend ausgebildete Tierheilpraktiker.

Es gibt Hunde die auf beide Milbenarten allergisch reagieren oder nur auf eine Milbenart. Bitte beachten Sie das bei einer Allergie auf Vorratsmilben auch Hautprobleme auftreten können mit heftig juckendem Ausschlag.


Bei einer Milbenallergie kommt es sehr oft zu Kreuzreaktionen mit Krustentieren wie Krebse, Krabben, Shrimps, Scampi, Garnelen, Langusten, Hummer und Weichtieren wie Schnecken, Muscheln und Austern. Achtung: Grünlippmuschel Präparate zur Gelenkprophylaxe!


Bild von Peter Morth auf Pixabay

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Hundesenioren

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Braucht Ihr Hund ein Seniorfutter?

Altern ist ein ganz normaler Prozess und ab wann ein Hund ein Senior ist, kann man nicht allgemein sagen. Seniorenfutter ist ein großer Industriezweig und wenn man die Aufschrift auf einigen Verpackungen liest ” Seniorfutter ab dem 7. Lebensjahr” dann hat der Verbraucher gleich die Antwort auf die Frage ab wann sein Hund älter ist. Ich halte solche Pauschalaussagen für wenig sinnvoll.

Für mich stellt sich die Frage ob es überhaupt möglich ist, ein Seniorfutter zu kreieren und nach welchen Kriterien wird das hergestellt? Erst wenn Beschwerden aufgrund des Alters auftreten, sollte das Futter angepasst werden und die Veränderungen sind so vielfältig, daß es für mich fast unmöglich erscheint für jede altersbedingte Einschränkung ein Fertigprodukt zu entwickeln.

Älterwerden kann mit Krankheiten einhergehen – ist aber nicht in jedem Fall so. Warum ein Seniorfutter ab einem gewissen Alter – meiner Meinung nach nicht notwendig. Wenn die Schnauze und das Fell grau wird, sind das äußerliche Anzeichen des Älterwerdens, aber kein Hinweis das Futter zu ändern. Fellveränderung und vorzeitiges Ergrauen kann ein Hinweis sein auf Mängel oder Mehrbedarf an Nährstoffen, das gilt für alle Altersklassen.


Im Gegensatz zum Menschen lebt der Hund nicht in der Vergangenheit (“früher war alles besser”) sondern im Hier und Jetzt und kann sich problemlos mit Veränderungen (z.B. mangelndes Gehör, Nachlassen der Sehkraft) abfinden und dennoch Lebensfreude geniessen. Sinnvoll eingesetzte Nahrungsergänzungen z.B. zur Entgiftung, Darmflora Pflege, Verdauungsunterstützung und Mittel zur Erhaltung der Beweglichkeit tragen zur Aufrechterhaltung der Lebensqualität bei.


Bevor eine Futterumstellung vorgenommen wird, rate ich zu einer Blutkontrolle beim Tierarzt um Mängel oder Krankheiten frühzeitig zu erkennen. Wenn z.B. Nierenprobleme, Herzprobleme oder anderes festgestellt wird, dann ist auch neben der tierärztlichen Behandlung eine Futterumstellung anzuraten und in sehr vielen Fällen passen die meisten Fertigprodukte nicht für das Problem oder werden nicht gefressen.

Ältere Hunde fressen oft weniger (kann auch krankheitsbedingt sein), haben aber den gleichen oder sogar einen höheren Nährstoffbedarf der nicht immer alleine mit dem Futter abzudecken ist, sondern mit Nahrungsergänzungen, die je nach Fall individuell ausgewählt werden.

Viele ältere Hunden haben Gelenkbeschwerden, auch für diesen Fall gibt es sinnvolle Nahrungsergänzungen. Aufgrund der Gelenkbeschwerden kann die Bewegung eingeschränkt sein und Übergewicht entstehen, was sich negativ auf die Gelenke auswirken kann. In diesem Fall ist eine Umstellung auf ein schmackhaftes fettarmes Futter sinnvoll und es sollten die täglichen Belohnungshäppchen “unter die Lupe” genommen werden.

Viele vor allem harte Kausachen werden im Alter aufgrund der nachlassenden Verdauungstätigkeit oder Zahnproblemen nicht mehr vertragen und liegen schwer im Magen und sollten durch weichere Produkte ersetzt werden oder ganz darauf verzichtet werden.

Wichtig ist eine ganzheitliche Betrachtung und Beratung um die Lebensqualität im Alter lange aufrecht zu erhalten.


Bild von Mrs.Brown bei Pixabay

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