Ernährungsberatung Ingrid Bergmann

Sauer macht NICHT lustig

Die Zeckensaison beginnt

Bei uns in Deutschland sind ab ca. Februar bis Oktober die Zecken aktiv bei entsprechender Luftfeuchtigkeit und dauerhaften Temperaturen um die 10 Grad Celsius.

Zecken sind Milben und gehören zur Familie der Spinnentiere. Aus den Tausenden von Eiern, die ein einziges Weibchen legen kann, schlüpfen Larven, die sich innerhalb weniger Wochen zu so genannten Nymphen entwickeln. Larven unterscheiden sich von Nymphen und den ausgewachsenen, geschlechtsreifen Tiere durch ihre sechs Beine und die geringere Größe. Erst als Nymphe und im erwachsenen Stadium haben Zecken die für Spinnentiere typischen acht Beine.

Zecken orientieren sich über das sogenannte Haller´sche Organ, mit dem sie Gerüche wahrnehmen wie z.B. Buttersäure, ein Stoff der von Menschen und Säugetieren abgeben wird.

Es gibt Hunde die kaum von Zecken heimgesucht werden und andere wieder ziehen wie ein Magnet die Zecken an. Ein möglicher Grund dafür ist eine Übersäuerung des Körpers, dieser setzt dann unter anderem besonders viel Buttersäure frei. Gründe für eine Übersäuerung bei Hunden ist vor allem Stress mit unterschiedlichen Ursachen:

  • chronische Krankheiten
  • nicht artgerechte Haltungsbedingungen
  • Nährstoffmangel
  • falsch zusammengesetztes Futter
  • chemische Medikamente
  • nicht artgerechtes Futter
  • Umweltbelastungen

Wenn Stressursachen wie z.B. bei chronische Erkrankungen nicht zu beseitigen sind, können Nahrungsergänzungen zur “Entsäuerung” hilfreich sein. Sogenannte Basensalze gibt es in großer Auswahl wie z.B.

Anibio Basensalz externer Link, erhältlich in unserem Online-Shop,

Sehr gute Erfahrungen habe ich mit einem Nahrungsergänzungsmittel von Anibio gemacht, bestehend aus Basensalzen und grüner Mineralerde. Sie können das Pulver einfach über das Futter verabreichen. Das Produkt ist für Hunde und Katzen geeignet und trägt zu einem ausgeglichenem Säure-Basen-Haushalt bei, die grüne Mineralerde ist reich an Mineralien und Spurenelementen.

Ernährungsberatung Ingrid Bergmann
erhältlich in 140g und 500g in unserem Onlineshop und im Laden – externer Link

Beitragsbild von Karisjo bei Pixabay, selbst gemachte Produktbilder von Ingrid Bergmann


Tiernahrung-Bergmann

Wie der Herr, so´s Gescherr?

Trends in der Hundefütterung

Hunde sind schon seit vielen tausend Jahren Begleiter der Menschen. Früher hauptsächlich Wachhund, Hütehund, Jagdhund, heute unter anderem auch Prestigeobjekt, Partnerersatz, “Kind”, Familienmitglied.

Während heute noch in manchen Ländern auf dieser Erde viele Hunde ein (elendes) Hundeleben fristen, gibt es auch Hundeleben in Luxus und Hunde die mit ihren Menschen die Konsequenzen des “modernen” Lebens teilen und an Zivilisationskrankheiten leiden.

Jeder Mensch kann selbst entscheiden was er essen möchte – der Hund kann das nicht, er muss das fressen was ihm sein Rudelführer vorsetzt. Im Kundengespräch höre ich des öfteren das Argument “das mag ich nicht, deshalb kaufe ich das nicht für meinen Hund”.

Es gibt triftige Gründe warum Menschen sich z.B. für vegane Ernährung entscheiden, vor allem wenn man die Massentierhaltung betrachtet wo nur der Profit zählt und die schockierenden Berichte liest wie herzlos manche Menschen mit der Natur und den Lebewesen umgehen.

Go Vegan – mein Hund (muss) auch?

Tiere in freier Wildbahn töten nicht aus Profitgier oder Spass, sie töten ihr Beutetier weil sie Futter brauchen. In der Natur gilt das Motto “fressen und gefressen werden”.

Und was sagt das deutsche Tierschutzgesetz ?

Erster Abschnitt – Grundsatz

Zweck dieses Gesetzes ist es, aus der Verantwortung des Menschen für das Tier als Mitgeschöpf dessen Leben und Wohlbefinden zu schützen. Niemand darf einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen.

Zweiter Abschnitt – Tierhaltung

1.wer ein Tier hält, betreut oder zu betreuen hat, muss das Tier seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen,

2.darf die Möglichkeit des Tieres zu artgemäßer Bewegung nicht so einschränken, dass ihm Schmerzen oder vermeidbare Leiden oder Schäden zugefügt werden,

3. muss über die für eine angemessene Ernährung, Pflege und verhaltensgerechte Unterbringung des Tieres erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen.


Meiner Meinung nach sind Hunde Beutetierfresser und artgerechtes Hundefutter sollte tierische Produkte in bedarfsgerechter Menge enthalten. Veganes Hundefutter mag zwar theoretisch alle gesetzlich geforderten Analysewerte aufweisen aber ohne Berücksichtigung der Verdaulichkeit der Proteinquelle bezogen auf den Hund. Veganes Hundefutter, vor allem wenn es selbst zusammengestellt wird, muss mit vielen Supplementen versehen werden z.B. L-Carnitin, Taurin, Vitamin B12, um nur einige zu nennen, diese sind in den meisten Fällen dann wieder synthetisch hergestellt.


Bild von Hetty van der Zanden bei Pixabay